Leserbrief vom 03.08.2010, Westfälische Rundschau Dortmund:
Das
kann doch nicht sein! Europas ehemalige Bierstadt Nr. 1: bedeutender
Standort der Stahlproduktion; ehemalige Stadt mit riesigen Zechen, hat
keinen Platz mehr für Arbeitsplätze. Herr Prüsse, das hätte von Günna
kommen können, aber nicht von einer Führungsperson der SPD. Ich kann und
will nicht glauben, dass ein gewählter Politiker sich vor den Karren
spannen lässt und einfach etwas von sich gibt, nur um sich zu melden.
Wer
glaubt, nur mit der Bereitstellung von Gewerbeflächen Arbeitsplätze zu
schaffen, hat wirklich keine Ahnung von Wirtschaftspolitik. Im Übrigen
wäre es doch schön, der Öffentlichkeit die Liste der nachfragenden
Unternehmungen zu präsentieren oder diese Nachfragen auszuschreiben. Es
geht Ihnen doch in Wirklichkeit nur um Geldquellen. Was kaum einer weiß,
ist, dass die EU Fördergelder bereitstellt, wenn Kommunen
interkommunalen Gewerbeflächen ausweisen können.
Ich vermute,
dass Sie das Gebiet Groppenbruch nicht wirklich kennen, bzw. mit Natur
nicht viel am Hut haben, aber fahren Sie einfach mal hin und genießen
Sie es. Kontaktieren Sie doch einfach mal Ihre ehemaligen Partner „Die
Grünen", die können Ihnen da helfen.
Ich glaube sogar, dass Sie
sich selbst seinerzeit massiv gegen eine Umwandlung vom Groppenbruch zur
Gewerbefläche stark gemacht haben. Mein Tipp an Herrn Prüsse: Wenn man
den Hafen nicht kennt, in dem man segeln will, für den kann kein Wind
ein günstiger sein.
Raimund Barve, Dortmund